a

Analysen T

Analyt

Tarif-Position (Analysenliste)

Probenmaterial

Medium

Best.-, Mess-

Methode
Ungenauigkeit

Masseinheit,

Umrechnung
alte Einheit

Referenzbereich

Alter (J)

Taenia solium Antikörper (Zystizerkose durch Schweinebandwurm)
3544.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA

alle negativ negativ
Der üblicher Zwischenwirt von T. solium ist das Schwein. Die Übertragung auf den Menschen (Endwirt) erfolgt durch Genuss von rohem, finnenhaltigem Fleisch. Bei Verdacht Untersuchung des Stuhls auf Glieder (Proglottiden) des Bandwurms.

Zystizerkose: Selten kann auch der Mensch Zwischenwirt des Schweinebandwurms sein. Infektion: Einnahme von Bandwurmeiern (bei mangelnder Hygiene mit Nahrungsmitteln, Düngen mit menschlichen Fäkalien, Verschleppung durch Fliegen, Eigeninfektion). Entwicklung der Finnen im Gehirn. Symptome (unterschiedlich, je nach befallenen Organen): Rheumatische Beschwerden, Hautknoten, Sehstörungen, epileptische Anfälle, Meningitis, Hydrozephalus.

T3, Trijodthyronin gesamt
1733.00
Serum
ohne Zusatz
ECLIA
VK = 5,5%
nmol/l
x0,651=ng/ml
alle 1,30-3,10 1,30-3,10
Erhöht: Primäre und sekundäre Hyperthyreose, T3-Medikation.

Erniedrigt: Primäre und sekundäre Hypothyreose.

T3 entsteht durch Dejodierung aus T4. Es ist das an den Zielorganen wirksame Hormon.

Hinweis: Ca. 95% des Trijodthyronins sind an Transportproteine (TBG) gebunden, die gemessene T3-Konzentration wird durch die Konzentration des TBG (weniger als T4) beeinflusst. Die Messung des freien T3 ist vorzuziehen.

T3, Trijodthyronin frei
1732.00
Serum
ohne Zusatz
ECLIA
VK = 8,7%
pmol/l
x0,651=pg/ml
alle 3,10-6,80 3,10-6,80
Erhöht: Primäre (Morbus Basedow, Schilddrüsenadenom) und sekundäre Hyperthyreose, T3-Medikation.

Erniedrigt: Primäre und sekundäre Hypothyreose.

Hinweis: Das freie T3 ist nicht den Konzentrationsschwankungen der Transportproteine unterworfen. Die Messung ist jener des Gesamt-T3 vorzuziehen.

T4, Thyroxin gesamt
1721.00
Serum
ohne Zusatz
ECLIA
VK = 2,7%
nmol/l
x0,777=ng/ml
alle 66,0-181 66,0-181
Erhöht: Primäre und sekundäre Hyperthyreose, T4-Medikation.

Erniedrigt: Primäre und sekundäre Hypothyreose, Thyreostatika.

T4 wird in der Schilddrüse gebildet und ist das Prohormon des T3.

Hinweis: Da ca. 95% des Thyroxins an Thyroxin bindendes Globulin (TBG) gebunden ist, wird die gemessene T4-Konzentration durch die Konzentration des TBG beeinflusst. Die Messung des freien T4 ist deshalb vorzuziehen.

T4, Thyroxin frei
1720.00
Serum
ohne Zusatz
ECLIA
VK = 6,8%
pmol/l
x0,777=ng/ml
alle 12,0-22,0 12,0-22,0
Erhöht: Primäre (Morbus Basedow, Schilddrüsenadenom) und sekundäre Hyperthyreose, T4-Medikation.

Erniedrigt: Primäre und sekundäre Hypothyreose, Thyreostatika.

Hinweis: Das freie T4 ist nicht den Konzentrationsschwankungen des TBG unterworfen. Die Messung ist jener des Gesamt-T4 vorzuziehen.

Testosteron gesamt
1694.00
Serum ohne Zusatz
Blutentnahme morgens vor 9 Uhr, wenn möglich zwei Werte bestimmen (an verschiedenen Tagen, zur gleichen Zeit!)
ECLIA
VK = 7,3%
nmol/l
x0,288=ng/ml
20-50
über 50
bis 1,81
bis 1,60
7,57-31,4
4,59-33,0

Erhöht:

Mann: Hodentumor, Testosteronzufuhr, Androgenresistenz, Androgenrezeptor-Defekt, Nebennierenrinden-Karzinom.

Frau: Nebennieren-Hyperplasie, -Tumor, Ovarial-Tumor.

Erniedrigt (Mann): Primärer und sekundärer Hypogonadismus, Kleinefelter-Syndrom, Hypophysenadenom; Leberzirrhose, Anorexie, Anabolikaeinnahme.

 Hypogonadismus: Altersadaptierte untere Grenzwerte

Alter in Jahren Grenzwert in nmol/l
40 bis 50 unter 9
50 bis 60 unter 8
60 bis 70 unter 7
über 70 unter 6
Testosteron frei
1693.00
Serum ohne Zusatz
Blutentnahme morgens vor 9 Uhr, wenn möglich zwei Werte bestimmen (an verschiedenen Tagen, zur gleichen Zeit!)
RIA
VK = 15,0%
pmol/l
x0,288=pg/ml
20-39
40-59
60-80
bis 8,90
bis 7,00
bis 5,40
34,4-114
25,0-96,0
19,0-78,3
Ungefähr zwei Prozent des Testosterons liegen in ungebundener Form vor; 98% sind an SHBG (80%) und Albumin (20%) gebunden. Das freie Testosteron korreliert nur ausnahmsweise (Hyperthyreose, bestimmte Madikamente) nicht mit dem Gesamttestosteron.  –  Mit der Messung von totalem Testosteron, SHBG und Albumin kann das bioverfügbare Testosteron mit Hilfe der Formel von Vermeulen geschätzt werden.
Testosteron, Dihydro-
1693.00
Serum
ohne Zusatz
RIA
VK = (folgt)
nmol/l
x0,291=ng/ml
alle 0,45-1,50 1,00-2,70
Erhöht: Hirsutismus, Pubertas praecox, Nebennieren-Hyperplasie und -Tumoren, Hoden- und Ovarialtumoren.

Erniedrigt: Primärer und sekundärer Hypogonadismus, 5α-Reduktase-Mangel, Klinefelter-Syndrom, Leberzirrhose, Östrogen-Therapie.

Dihydrotestosteron (DHT) ist die biologisch aktivste Form des Testosterons. Es entsteht in den Zielzellen durch Umwandlung aus Testosteron mit Hilfe von 5α-Reduktase. DHT steuert u.a. Entwicklung und Funktion von Prostata und Bläschendrüsen, die Verteilung der Körperbehaarung und den Bartwuchs, die Funktion der Talgdrüsen und die Abnahme der Kopfbehaarung bei entsprechender genetischer Disposition.

Tetanus Antikörper
3401.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA U/l für
Immunität
über 100 über 100
Analyse zur Kontrolle des Impfschutzes:
Titer (U/l Beurteilung
unter 100 nicht vorhanden bzw. ungenügend
100 bis 500 Impfung nach fünf Jahren empfohlen
über 500 Impfung nicht empfohlen
Theophyllin
1696.00
Serum
ohne Zusatz
FPIA
VK = 4,5%
µmol/l
x0,180=mg/l
alle 55,0-110 55,0-110
Blutentnahme: Vor der nächsten Dosis (Minimalwert). Proteinbindung: 40%. Halbwertszeit drei bis zwölf Stunden. Maximalwert zwei bis vier Stunden nach oraler Einnahme. Verkürzte Elimination bei Rauchern, verlängerte Elimination bei älteren Menschen, akuten viralen Infekten, chronischen Leberschäden, Cor pulmonale und in Kombination mit verschiedenen anderen Medikamenten.

Hinweis: Zwei Tage vor der Blutentnahme sollte kein Kaffee konsumiert werden.

Toxisch: >140 µmol/l.

Thrombinzeit
1699.00
Zitratplasma 1:10, tiefgefroren Koagulometrie
VK = (folgt)
Sekunden alle bis 18,0 bis 18,0
Verlängert: Hypo- und Dysfibrinogenämie; Vorhandensein von Fibrinspaltprodukten, monoklonalen Immunglobulinen oder Antikörpern gegen Thrombin.
Thromboplastinzeit, aktivierte partielle
1019.00
Zitratplasma 1:10, tiefgefroren Koagulometrie
VK = 5,8%
Sekunden alle 23,4-34,1 23,4-34,1
Verlängert: Mangelzustände der Gerinnungsfaktoren (Hämophilie A, B, von Willebrand-Syndrom); Faktormangel (II, X, XI, XII); Faktorinhibition (II, V, VIII, IX, XI, XII), Heparin-Therapie und -Prophylaxe, Fibrinogenmangel, Lupus-Antikoagulans.

Verkürzt: Hyperkoagulopathie, Thrombozytose.

Thrombozyten
1715.00
EDTA-Blut 5 ml
Hinweis
Impedanz-Messung
VK = 3,2%
/nl
= x109/l
= G/l
alle 150-400 150-400
Erhöht: Akute und chronische Infektionen, Blutungen, Eisenmangelanämie, hämolytische Anämie, chronische Nierenerkrankungen, nephrotisches Syndrom, maligne Tumoren im fortgeschrittenen Stadium, myeloproliferative Erkrankungen.

Erniedrigt: Reduzierte Neubildung (hereditär oder erworben), verstärkter Abbau (Immun-Thrombozytopenie, intravasale Gerinnung), Verteilungs-Thrombozytopenie (Splenomegalie, Leberzirrhose), Pseudothrombozytopenie (EDTA-induziert, → Hinweis; Kälteagglutinine).

Hinweis: Bei Thrombozytenzahlen unter 100 G/l wird ein Ausstrich erstellt, ausgezählt und beurteilt. Bei Verdacht auf EDTA-induzierte Pseudothrombozytopenie berichten wir telefonisch und kommentieren den Befund entsprechend. Zur Ermittlung korrekter Ergebnisse muss in diesen Fällen Heparin- oder Zitratblut untersucht werden.

Thyreoglobulin
1717.00 2x
Serum
ohne Zusatz
ELISA
VK = (folgt)
µg/l alle 1,40-78,0 1,40-78,0
Erhöht: Euthyreote Struma, Struma nodosa, Morbus Basedow, autonomes Adenom, Thyreoiditis de Quervin, Schilddrüsenkarzinom.

Hinweis: Schilddrüsenkarzinome können Antikörper gegen Thyreoglobulin produzieren, was zu falsch tiefen Werten führt. Deshalb werden diese bei der Messung von Thyreoglobulin automatisch mitbestimmt.

Thyreoglobulin Antikörper
1186.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA
VK = (folgt)
kU/l alle bis 115 bis 115
Erhöht: Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow, Schilddrüsenkarzinom; Morbus Addison, Diabetes mellitus.

Hinweis: IgG-Antikörper gegen Thyreoglobulin werden bei Hashimoto-Thyreoiditis (IgG2) und Morbus Basedow, dem Schilddrüsenkarzinom und der nicht-hyperthyreoten Struma (IgG4) gebildet. Sie sind teilweise auch bei anderen Krankheiten und im Blut von ca. 5% der gesunden Menschen nachweisbar.  –  Bei der Messung von Thyreoglobulin verfälschen diese Antikörper das Ergebnis, weshalb Thyreoglobulin-Antikörper automatisch mitbestimmt werden.

Tobramycin
1062.00
Serum
ohne Zusatz
FPIA
VK = 6,0%
µmol/l
x0,467=mg/l
alle 8,50-21,0 8,50-21,0
Blutentnahme: Vor der nächsten Dosis (Minimalwert). Halbwertszeit zwei Stunden. Maximalwert unmittelbar nach Infusion.
Tollwut Antikörper
3174.00
Serum
ohne Zusatz
Neutralisation kIU/l für Immunität über 0,50 über 0,50
Erhöht: Bei Werten von über 0,5 kIU/l ist ein genügender Impfschutz vorhanden.
Toxocara canis Antikörper
3546.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA
VK = (folgt)
Index alle bis 0,50 bis 0,50
T. canis (Hundespulwurm, Länge ausgewachsen 15-20 cm) ist ein häufiger Parasit von Hunden, Füchsen und Wölfen. Infektion: Durch Verschlucken von befruchteten Eiern aus Kot von Caniden. Übertragung: Verunreinigte Spielplätze, Streicheln von Hunden mit verunreinigtem Fell, Lecken von Händen und Gesicht durch einen infizierten Hund. Inkubationszeit: Ca. zwei Wochen. Symptome: Entwicklung nur bis zum Larvenstadium (Wanderlarve; Larva migrans visceralis, Länge ca. 40 µm), oft beschwerdefrei. Leukozytose, starke Eosinophilie, erhöhtes Gesamt-IgE, Durchfall, Fieber, Husten, Hepatosplenomegalie, Urticaria, neurologische Symptome (bei Befall des Gehirns) werden beobachtet. Komplikationen: Toxocariasis ocularis: Endophthalmitis, Chorioretinitis, Erblindung des betroffenen Auges; häufig ohne andere Symptomatik. Chronizität: Die Larven sterben üblicherweise nach ca. einem Monat ab, können aber auch während Jahren persistieren.

Serologie: Wegen unspezifischer Symptome oft einzige Möglichkeit der Diagnose. Hinweis: Der Antikörpernachweis kann bei Toxocariasis ocularis negativ bleiben.  –  Bei positivem Nachweis von T. canis-Antikörpern ist Toxocariasis ocularis auszuschliessen!

Toxoplasmose

Erreger: Toxoplasma gondii, ein intrazellulärer Parasit, welcher weltweit Säugetiere und Vögel befällt. Endwirt ist die Katze (und Katzenartige).  –  Übertragung: Orale Aufnahme von Eizellen aus Katzenkot (während Jahren infektiös, kälteresistent), durch Verzehr von zystenhaltigem Fleisch von Warmblütern (vor allem Schweinefleisch) oder diaplazentar von der Schwangeren auf den Fötus. Inkubationszeit: Zwei bis drei Wochen oder länger. Symptome (oft asymptomatisch): Fieber, Kopfschmerzen, Lymphadenitis. Komplikationen bei Immunsupprimierten und Immundefekt: Pneumonie, Myokarditis, Meningoenzephalitis.  –  Während einer Schwangerschaft kann die Infektion der Mutter zu schweren Schädigungen des Feten (Hydrozephalus, Chorioretinitis, Retardierung) oder zum Abort führen. Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer steigt die Wahrscheinlichkeit der Übertragung, die Schwere der Schädigung nimmt dagegen ab.

Toxoplasmose Antikörper IgA
3555.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA

alle negativ negativ
Akutmarker für Toxoplasmose-Infektion. IgA Antikörper sind 10 bis 14 Tage nach Infektion für zwei bis sechs Monate nachweisbar.  – Die Analyse wird bei Schwangeren mit positivem Suchtest auf IgM-Antikörper automatisch durchgeführt.
Toxoplasmose Antikörper IgG
3549.00
Serum
ohne Zusatz
ELFA
VK = 2,5%
kU/l alle bis 8 bis 8
Die IgG-Antikörper sind frühesten zwei Wochen, im Mittel einen Monat nach Infektion nachweisbar. Nach ca. fünf Monaten werden Werte um 1000 kU/l erreicht; Rückgang nach einem Jahr auf unter 100 kU/l.  –  Zum Ausschluss einer akuten Infektion wird bei Werten von über 200 kU/l in der Schwangerschaft automatisch der µ-capture-IgM-, der IgA- und der Aviditäts-Test veranlasst.
Toxoplasmose Antikörper IgG Avidität
3550.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA Index alle über 0,30 über 0,30
Mit der Bestimmung der Avidität lässt sich die Bindungsstärke zwischen Antigen und Antikörper durch Vorbehandlung der Probe mit Harnstoff messen. Die Bindungsstärke nimmt mit grösser werdendem zeitlichem Abstand zur Infektion zu; mit der Messung der Avidität ist eine Schätzung des Infektionszeitpunktes möglich.
Aviditätsindex Infektionszeitpunkt
unter 0,3 vor wenigen Monaten
0,3 bis 0,6 Graubereich → Verlaufskontrollen
über 0,6 vor über sechs Monaten
Toxoplasmose Antikörper IgM
3553.00
Serum
ohne Zusatz
ELFA

alle negativ negativ
Die IgM-Antikörper sind nach ca. acht Tagen nach Infektion während mehr als einem Jahr nachweisbar. In der Schwangerschaft kann der Test durch unspezifische Reaktionen gestört werden, was zu falsch positiven Resultaten führt. Deshalb werden positive Ergebnisse durch den µ-capture-IgM-Test bestätigt.
Toxoplasmose Antikörper IgM μ-capture
3553.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA

alle negativ negativ
Der Test dient als Bestätigungsreaktion zum Ausschluss falsch positiver Resultate bei positivem Ergebnis im IgM-Suchtest in der Schwangerschaft.
Transferrin
1729.00
Serum
ohne Zusatz
TIA
VK = 6,3%
g/l
x12,6=µmol/l
alle 2,00-3,60 2,00-3,60
Erhöht: Eisenmangel (→ Hinweis).

Erniedrigt: Akute-Phase-Reaktion (CRP erhöht), Hepatopathien, Hämochromatose, Proteinverlust, Malignome.

Hinweis: Transferrin ist das Transportprotein für Eisen (Erhöht bei Eisenmangel) und ein negatives Akute-Phase-Protein; bei gleichzeitiger Akute-Phase-Reaktion (CRP erhöht) und Eisenmangel können sich normale Werte ergeben. Transferrin unterliegt keinen Tagesschwankungen.  –  Das Resultat wird zur Berechnung der Transferrin-Sättigung benötigt (siehe unten).

Transferrin migriert in der β1-Fraktion der Elektrophorese. Mehr Informationen zu → Transferrin auf der Seite CDT.

Transferrin-Sättigung
Verrechnung der Einzelkomponenten:
1270.00 + 1729.00
Serum
ohne Zusatz
Berechnung % bis 16
über 16
 7 - 46
16 - 45
 7 - 46
16 - 45
Erhöht: Eisenüberladung (Werte >55%), Thalassämien, Lebererkrankungen

Erniedrigt: Eisenmangel, Anämie bei chronischen Erkrankungen (ev. normale Werte, da Transferrin ein negatives Akute-Phase-Protein ist), maligne Tumoren, Niereninsuffizienz.

Berechnung: O Transferrin-Sättigung (%)  =  Eisen (μmol/l)  x  3,98  /  Transferrin (g/l)

oder:        Transferrin-Sättigung (absolut)  =  Eisen (μmol/l)  x  0,50  /  Transferrin (μmol/l)

Hinweis: Zur Beurteilung der Eisenstoffwechellage wird die Bestimmung von Ferritin und des löslichen Transferrin-Rezeptors empfohlen (siehe unten).

Transferrin-Rezeptor, löslicher (sTfR)
1474.00
Serum
ohne Zusatz
TIA
VK = 2,2%
nmol/l alle 4,70-12,1 4,70-12,1
Erhöht: Eisenmangel, verstärkte Erythropoese (hämolytische und megaloblastäre Anämie, Thalassämie, Polyzythämie), Vitamin B12-Mangel.

Erniedrigt: Hypoproliferative Erythropoese, aplastische und renale Anämie.

Der Transferrinrezeptor (TfR) ist ein Glykoprotein, liegt auf der Oberfläche kernhaltiger Zellen, übernimmt vom Transferrin das Eisen (Fe3+) und transportiert es in die Zelle. Der grösste Teil (ca. 80%) der TfR befindet sich auf den Vorläuferzellen der Erythropoese. Der extrazelluläre Teil der TfR wird permanent ins Plasma abgegeben und kann dort als "löslicher Transferrinrezeptor" (sTfR) gemessen werden.  –  Bei Eisenmangelzuständen wird die Zahl der Rezeptoren schnell vergrössert, was die Konzentration des sTfR ebenso schnell ansteigen lässt.  –  Im Gegensatz zum Transferrin ist der sTfR kein Akute-Phase-Protein, wird also nicht von infektiösem oder entzündlichem Geschehen beeinflusst.

Die Eisenversorgung in der Erythropoese kann mit Hilfe des Ferritin-Index beurteilt werden:

Ferritin-Index  =  sTfR (mg/l)  /  log(Ferritin [µg/l]).

Dieser Wert sollte bei einem CRP bis 5,0 mg/l nicht grösser als 3,8, bei einem CRP von über 5,0 mg/l nicht grösser als 2,0 sein. Höhere Werte sprechen für das Vorliegen eines Eisenmangels.

Hinweis: Testmethoden verschiedener Hersteller erfassen unterschiedliche Bestandteile des sTfR; die Ergebnisse sind untereinander nicht vergleichbar.

Transglutaminase Antikörper IgA
1194.00
Serum
ohne Zusatz
ELIA
VK = 15,7%
kU/l alle bis 7,0 bis 7,0
Erhöht: Zöliakie.

Transglutaminase-IgA richten sich gegen intrazelluläre Antigene des Dünndarms. Glutenhaltige Nahrung induziert die Bildung dieser Antikörper bei Patienten mit Zöliakie; deren Nachweis ist sehr spezifisch. Die Höhe der Ergebnisse korrelieren mit dem Krankheitsverlauf; bei erfolgreicher Diät verschwinden die Antikörper.

Hinweis: Die Analyse wird zusammen mit dem Nachweis der Endomysium-Antikörper und der Messung der Gesamt-IgA durchgeführt, da bei Zöliakie ein IgA-Mangel gehäuft auftritt (was falsch negative Ergebnisse zur Folge hat).

Trichinella Antikörper
3557.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA Index alle bis 0,50 bis 0,50
T. spiralis ist ein Parasit in Warmblütern und der Verursacher der Trichinose. Verbreitung: Amerika, Afrika, Asien, Australien; Europa: Spanien, Frankreich, Italien, Polen, Deutschland, Österreich, Balkan. Infektion: Durch den Verzehr von rohem oder zu wenig erhitztem Fleisch (unter 77°C, vorwiegend vom Schwein, selten von Pferd oder Bär) gelangen die Larven in den Darm, wo innert eines Tages geschlechtsreife Würmer (Länge 1,5 mm) entstehen. Nach der Vermehrung erreichen die neu geborenen Larven über Blut und Lymphe die Muskulatur (v.a. Zwerchfell, Zunge, Augenmuskulatur), wo sie sich einkapseln und später verkalken. Inkubationszeit: Eine bis vier Wochen. Symptome (oft asymptomatisch): Übelkeit, Durchfall; nach ca. zwei Wochen Muskelschmerzen, Fieber, Ödeme, Heiserkeit, Schluck- und Atembeschwerden; Eosinophilie. Komplikationen: Sepsis, Myokarditis, ev. Enzephalitis; Exitus möglich. Chronizität: Die Beschwerden verschwinden üblicherweise nach ca. einem Jahr. Absterben der Larven nach der Einkapselung.

Serologie: Nachweis von IgG-Antikörpern nach drei bis sechs Wochen während Jahrzehnten.

Hinweis: Der Schweinebestand in der Schweiz gilt als T. spiralis-frei. Eine Infektion durch andere Trichinella-Arten ist aber möglich (T. britovi in Wild- und Freilandschweinen).

Triglyceride
1731.00
Serum nüchtern,
ohne Zusatz
Enzymatisch
VK = 1,6%
mmol/l
x87,5=mg/dl
bis 16
über 16
0,40-2,20
Ziel <2,00
0,40-2,20
Ziel: <2,00
Erhöht: Familiäre Hypertriglyceridämie; Diabetes mellitus, Hypothyreose, nephrotisches Syndrom, Gicht, Morbus Cushing, monoklonale Gammopathie.
Troponin I
1734.00
Serum
ohne Zusatz
Immuno-Festphasen-Farbtest
(semiquant.)
ng/l alle
(cut-off)
bis 100 bis 100
Erhöht: Myokardinfarkt (spezifisch). Anstieg drei bis acht, Maximalwert 18 bis 25 Stunden nach Schmerzbeginn. Nach fünf bis zehn Tagen Abfall unter die Nachweisgrenze.
Trypanosoma Antikörper
3558.00, 3559.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA kU/l alle bis 0,90 bis 0,90
Trypanosomen sind Protozoen und Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit (T. brucei gambiense: Chronische Form, Zentral- und Westafrika; T. brucei rhodesiense: Akute Form, Ostafrika) und der Chagas-Krankheit (T. cruzi, Mittel- und Südamerika).
Afrikanische Schlafkrankheit (T. brucei; 3558.00) Chagas-Krankheit (T. cruzi; 3559.00)
Die Verbreitung erstreckt sich in Afrika von 14° N bis 20° S und ist mit jener der Tsetse-Fliege identisch. Infektion: Die Parasiten werden durch den Stich der Tsetse-Fliegen (Glossina) auf den Menschen übertragen. Inkubationszeit: T. brucei gambiense: Möglicherweise Jahre; bei Ausbruch der Symptome Therapie schwierig. T. brucei rhodesiense: Einige Wochen; günstige Prognose. Symptome: 1. Stadium (nach drei bis zehn Tagen): Schmerzhafte Entzündung der Einstichstelle. 2. Stadium: Fieber, Hautausschlag, Kopf- und Gliederschmerzen, Hepatosplenomegalie. 3. Stadium neurologische Symptome, Störungen des Schlaf-Wachrhythmus, Konzentrationsstörungen, Gang- und Koordinationsstörungen, Krampfanfälle. Komplikationen: Befall des Zentralnervensystems. Verbreitung: Mittel- und Südamerika. Infektion: Kontaktinfektion durch Kot von Raubwanzen (Vorkommen auf Mensch, Hund, Katzen und Opossum) über Wunden, Augen- und Mundschleimhäute. Übertritt in die Blutbahn, intrazelluläre Vermehrung in Herz- und Extrmitätenmuskulatur. Inkubationszeit: Eine bis vier Wochen. Symptome (98% symptomlos, betroffen sind vorwiegend Kinder): Fieber, Durchfall, Herzschwäche, Enzephalitis. Abklingen nach vier Wochen, Ausheilen bei 80 bis 90% der Betroffenen. Komplikationen: Chronische Phase (bei 10 bis 20%, oft nach mehreren Jahren) mit Beteiligung von Herz, Magen-Darm-Trakt und Nervensystem; Herzinsuffizienz als häufige Todesursache.

Hinweis: Nachweis der Antikörper nach Ausbruch der akuten (zweiten) Phase.  –  Der direkte Erregernachweis im Blut ist anzustreben (3560.00).

Trypsin
Nicht Pflichtleistung
Serum
ohne Zusatz
RIA
VK = (folgt)
µg/l
x100=ng/dl
alle 140-400 140-400
Erhöht: Akute Pankreatitis, Pankreas-Karzinom, Zystische Pankreasfibrose.

Erniedrigt: Exokrine Pankreasinsuffizienz.

TSH Thyroxin stimulierendes Hormon
(2nd IRP WHO 80/558)
1718.10
Serum
ohne Zusatz
ECLIA
VK = (folgt)
mU/l bis 8
über 8
s. unten
0,27-4,20
s. unten 0,27-4,20
Erhöht: Primäre Hypothyreose, sekundäre Hyperthyreose, TSH-produzierender Tumor.

Erniedrigt: Primäre Hyperthyreose, sekundäre Hypothyreose (Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz), einzelne Medikamente.

Hinweise:

Therapiekontrolle: Werte im Referenzbereich sind anzustreben (optimal: 0,5 bis 2,0 mU/l).  –  Zu beachten ist, dass sich die Konzentration des freien Thyroxin bei Behandlung schnell, jene des TSH verzögert (nach bis zu zwei Monaten) stabilisiert.

→ Referenzwerte von Kindern: Bei der Geburt liegen die Werte bei ca. dem Vierfachen (bis 20 mU/l), bei Einjährigen bei ungefähr dem Doppelten der Werte Erwachsenener. Im Alter von sechs bis acht Jahren gleichen sie sich jenen der Erwachsenen an.

Stimulationstest: (TRH-Test zur Beurteilung der hypothalamisch-hypophysären thyreoidalen Achse): Ein Anstieg des TSH-Wertes um 5 bis 20 mU/l ist normal. Ein tiefer (fehlender) Anstieg deutet auf sekundäre Hypothyreose oder Hyperthyreose, ein höherer (überschiessender) Anstieg auf Hypothyreose hin.

TSH Rezeptor Antikörper
1189.00
Serum
ohne Zusatz
RIA U/l alle bis 1,80 bis 1,80
Erhöht: Morbus Basedow, autonomes Adenom, postpartale Thyreoiditis, selten bei Hashimoto-Thyreoiditis.
Tularämie (Francisella) Antikörper
3429.00
Serum
ohne Zusatz
ELISA Titer alle bis 1:80 bis 1:80
Tularämie (Hasenfieber) wird durch das kälteresistente, gramnegative Bakterium Francisella tularensis (früher: Pasteurella tularensis) verursacht. Der Keim ist äusserst infektiös (10 Bakterien im Aerosol genügen für eine Infektion), und er kann in der Umwelt bis drei Jahre überleben. Vorkommen: Nordamerika (30° N bis 70° N), Europa (Kosovo, Spanien, Skandinavien; vereinzelt Tschechien, Slowakei, Deutschland, Österreich), Russland, Ostasien. Übertragung: Durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder verseuchtem Nagetierfleisch oder (als Aerosol) beim Umgang mit Hasen- und Kaninchenfleisch (Jäger!), kontaminiertem Heu oder Staub; durch Blut saugende Insekten und Zecken sowie verunreinigtes Wasser. Inkubationszeit: Zwei bis zehn, ev. bis 30 Tage. Symptome äussere Form: Fieber, Entzündung der Eintrittsstelle (ev. Konjunktivitis), Entzündung der Lymphknoten. Innere Form: Hohes Fieber, Lungenabszesse, Pneumonie, Meningitis, Perikarditis; nach dem Verzehr von kontaminiertem Fleisch infizierter Tiere Pharyngitis, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hepatosplenomegalie. Komplikationen (vor allem bei der inneren Form): 5% der behandelten Fälle verlaufen tödlich, ohne Antibiotika-Therapie über 30%.

Serologie: Nachweis der Antikörper frühestens zwei Wochen nach Infektion.


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aktualisiert: 18.01.2012